1980-1989

Vereinsgründung

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 27.02.1985

Bürgermeister Repp Ehrenmitglied
Wehr dankt für 19 Jahre Vorstandstätigkeit. Vereinsgründung

Bischofsheim. (o.k.) Verbunden mit der Gründung des Feuerwehrvereins fand am Wochenende die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Sie war gekennzeichnet von einer kameradschaftlichen Atmosphäre. Die Wahl des Vorstandes wurde problemlos bewältigt.

Kommandant Karl Hergenröther konnte mit seinem Grußwort die zahlreich vertretene Mannschaft, auch die Ehrenkommandanten Karl Barthelmes und Walter Lohbrand, willkommen heißen. Mit dem Tätigkeitsbericht gab der Kommandant einen aufschlussreichen Rückblick auf das für die Feuerwehr turbulente Jahr 1984, das kaum einige minuten alt, schon mit einem Brand in Haselbach begann. Neben 17 Einsätzen wurden sieben Hilfeleistungen absolviert, die sich auf Verkehrsunfälle und Hochwasser bezogen. Mitgestaltet wurden auch örtliche Feste und Feierlichkeiten. Die Brandeinsätze selbst, so Kommandant Hergenröther, seien infolge chemischer Ablagerungen und Plastikgeräte viel unfallträchtiger geworden.
Das zum zweiten Mal durchgeführte Feuerwehr-Familienfest, das sich bester Resonanz erfreuen konnte, soll auch künftig beibehalten werden. Eine herzlich gehaltene Laudatio galt Herbert Seiffert, der fünf Jahre lang mit viel persönlichem Einsatz den Posten des zweiten Kommandanten versah, desgleichen der Stadt Bischofsheim, die in punkto Ausrüstung stets ein offenes Ohr hatte.
Dem langjährigen Kassier Karl Markert sprachen die Prüfer Peter Schonder und Siegfried Ziegler Dank und Anerkennung aus. Die Finanzen und die Buchführung stimmen. Unter Beifall der Versammlung händigte Kommandant Hergenröther Bürgermeister Hans Repp für seine 19-jährige Tätigkeit als Vorstand der Bischofsheimer Wehr die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied aus und sagte herzlichen Dank für sein Verständnis.
Kreisbrandinspektor Hermann Ziegler gab nach seinem Grußwort Erläuterungen zur Satzung des zu gründenden Feuerwehr-Vereins und stellte sich dabei den Fragen. Problemlos verlief die unter Bürgermeister Repp, Kreisbrandinspektor Ziegler und Ehrenkommandant Lohbrand durchgeführte Wahl. Erster Vorsitzender wurde Kommandant Karl Hergenröther, sein Stellvertreter, der zweite Mann, Winfried Mai. Schriftführer und Kassier bleibt Karl Markert. Vertrauensleute in den nächsten drei Jahren sind Peter Schonder und Hieronymus Löhrlein, Kassenprüfer Erwin Mai und Siegfried Ziegler. Die Mustersatzung wurde nach Aussprache angenommen. Mit sichtlicher Zufriedenheit und Dank an alle Anwesenden schloss der Kommandant die harmonisch verlaufene Versammlung, verbunden mit der Bitte, den Dienst der Stützpunktwehr Bischofsheim im erforderlichen Ernst wahrzunehmen.

Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 27.11.1987

Winfried Mai als Kommandant gewählt

Bischofsheim. (o.k.) Die gesamte Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr war zu der von Bürgermeister Hans Repp anberaumten Dienstversammlung ins Rentamtsgebäude gekommen, was beim Grußwort des Stadtoberhauptes anerkennend vermerkt wurde.

Einziger Tagesordnungspunkt war die Neuwahl eines Kommandanten, die durch den Rücktritt von Karl Hergenröther notwendig geworden war. Die Mehrheit entschied sich für Winfried Mai. Als zweiter Kommandant wurde Edgar Hüttner gewählt.
Vertrauensleute wurden Karl Heinz Zimmer und Peter Schonder. Bürgermeister Repp gratulierte dem neuen Kommandanten und wünschte eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und der Bischofsheimer Wehr. Dem schloss sich Kreisbrandinspektor Hermann Ziegler an, der Winfried Mai besonders in der inneren Führung eine glückliche Hand wünschte.
Der 41-jährige Winfried Mai ist seit 23 Jahren aktiv und war in dieser Zeit schon Maschinist, Gruppenführer, zweiter Kommandant und Ausbilder.

Endlich Nachwuchs bei den Floriansjüngern

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 26.03.1988

Ausrüstung der Bischofsheimer Wehr dringend zu verbessern

Bischofsheim. (o.k.) Erstmals in Amt und Würde eröffnete der neugewählte Kommandant Winfried Mai, die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Gasthof „Rhönlust“. Umfangreich war das Einsatzpensum 1987, das acht Brandeinsätze und fünf Hilfeleistungen auch bei schweren Verkehrsunfällen beinhaltete mit einem Zeitaufwand von insgesamt 1100 Stunden.

Mai sagte auch, dass die Ausrüstung und Ausstattung der Bischofsheimer Wehr noch erheblich verbessert werden müsste, bedankte sich aber auch für die Vollkostenübernahme bei der Beschaffung der Sicherheitsstiefel. Einigen Wehrmännern wurde ein unmissverständlicher Verweis für mehrmaliges Fehlen ohne Entschuldigung erteilt. Hier wurde für die Zukunft konsequentes Durchgreifen angesagt.
Auf einige Ernstfalleinsätze eingehend, zollte Mai den Wehrmännern höchstes Lob. Im fünften Jahrzent versieht Karl Markert den Kassierposten und sein Bericht 1987 sprach von sparsamer und genauer Belegführung, was ihm die Prüfer Erwin Mai und Peter Schonder bescheinigten.
Erfreulich war, dass die schier überalterte Bischofsheimer Feuerwehr elf Jugendliche in die Wehr aufnehmen konnte. Dies waren: Hans Peter Schonder, Ralf Rott, Gerhard Mai, Alexander Mai, Harald Lucht, Christian Zimmer, Matthias Schonder, Dietmar Hohn, Heiko Weber, Rene Elzer und Marc B?chel. Wolfgang Finger wurde ihnen als Gruppenführer zugeteilt. Die zu bildende Reservegruppe wird Herbert Seiffert führen. Als neue Gruppenführer wurden ernannt: Lothar Weber, Frank Dickas, Norbert Gensler und Wolfgang Finger.
1988 werden Feuerwehrfeste in Eck-Weisbach, Sandberg, und Bad Neustadt besucht. „Aber mit nur zwei Mann als Fahnenbegleiter will ich nicht mehr zu einem Fest auswärts gehen“, sagte der Kommandant. Auf das im nächsten Jahre stattfindende 120-jährige Stiftungsfest hinweisend, bat Mai eindringlich alle, sich als Helfer zur Verfügung zu stellen.
Die Vorschau 1988 beinhaltete auch Leistungsprüfungen. Interesse fand der Vorschlag für einen Erste-Hilfe-Kurs. Dem zurückgetretenen Kommandanten Karl Hergenröther galt Dank für seine geleistete Arbeit. Eine Ehrenurkunde hierfür wird ihm noch persönlich überreicht.
Bürgermeister Repp freute sich, dass nun auch in Bischofsheim elf junge Leute zur Auffrischung in die Wehr eingetreten sind. Auf den Umbau des Feuerwehrgerätehaus eingehend, wies Repp auf Planung und Bezuschussungsmöglichkeiten hin und betonte, dass der Bau baldmöglichst vorangetrieben werden soll. Zum Beschaffungskatalog der Wehr sagte der Bürgermeister, dass dieser im vollen Umfange sicher nicht realisierbar sei und nach Rücksprache und Möglichkeit im Haushalt eingeordnet werde.
Zum Punkt Beschaffungen bescheinigte Kreisbrandinspektor Hermann Ziegler der Bischofsheimer Wehr, dass die Stadtteile ringsum besser versorgt seien. Herbe Kritik übte der Kreisbrandinspektor an der nach seiner Meinung mangelhaften Planung beim Umbau des Feuerwehrgerätehauses, was der Bürgermeister aber zu widerlegen versuchte.