1990-1999

Zu schnell mit Alkohol

Geschrieben von TOP am 18.03.1991

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag gegen 15.50 Uhr auf der B278 zwischen Bischofsheim und Wüstensachsen an der bayerisch-hessischen Grenze. Infolge überhöhter Geschwindigkeit war ein mit drei Personen besetztes Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Ein Beifahrer starb noch am Unfallort, während ein weiterer Beifahrer schwerstverletzt mit dem Rettungshubschrauber in die Würzburger Universitätsklinik geflogen wurde. Der stark alkoholisierte Fahrer kam glimpflich davon.

Flächenbrand am Kreuzberg schnell unter Kontrolle

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 13.05.1991

Schnelles Eingreifen der durch die Polizei Bad Neustadt alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim konnte das übergreifen eines Flächenbrands über dem Kloster Kreuzberg auf den Wald verhüten. Mit drei Löschfahrzeugen war Kommandant Winfried Mai mit gesamter Mannschaft ausgerückt. Vorsicht galt auch noch nach dem Löschen des Brands, um glimmendes Gras nicht wieder entfachen zu lassen.

Sechs Verletzte und zwei Trümmerhaufen

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 21.05.1991

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Samstag gegen 17 Uhr auf der B279 in Höhe Bischofsheim. Ein US-Soldat hatte versucht, einen Geländewagen zu überholen. Als er ein entgegenkommendes Auto bemerkte, bremste er stark ab. Sein Auto stellte sich quer, schlitterte die Gegenfahrbahn entlang und prallte frontal mit einem engegenkommenden Fahrzeug zusammen, das ebenfalls von einem US-Soldaten gesteuert wurde. Insgesamt wurden fünf Personen schwer und eine Person leicht verletzt. Vier der Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in umliegende Spezialkliniken verbracht. Die beiden Autos waren nur noch Trümmerhaufen, die B279 war für zwei Stunden für den Verkehr gesperrt. Wie die Polizei mitteilt, wurden Rettungsmaßnahmen wie schon oft durch neugierige Gaffer behindert. Deshalb spenden die Polizeibeamten den wenigen, die bereit waren, bei der Versorgung der Verletzten zu helfen, bis der Rettungsdienst eintraf, ein besonderes Lob. Im Einsatz waren auch die Feuerwehr Bischofsheim sowie die US-Lagerwehr aus Wildflecken.

Karl Barthelmes zu Grabe getragen

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 05.06.1991

Letztes Geleit von den Feuerwehrkameraden

Bischofsheim. (o.k.) Der im Alter von 71 Jahren verstorbene langjährige Kreisbrandinspektor Karl Barthelmes wurde unter großer Beteiligung, besonders aus Feuerwehrkreisen aus dem gesamten unterfränkischen Raum, zu Grabe getragen.

Zahlreiche Feuerwehren mit Fahnenabordnungen, die Kreisbrandräte Unterfrankens, Kreisbrandinspektoren, Kommandanten und die Feuerwehr von Bischofsheim gaben dem Toten das letzte Geleit und unter den Klängen des Liedes vom Guten Kameraden, wurde der Sarg ins Grab gesenkt.
Landrat Dr. Fritz Steigerwald legte namens des gesamten Führungsgremiums und des Landkreises einen Kranz nieder und sagte Der Tod ist eine letzte Gelegenheit, einem verdienten Manne wie Karl Barthelmes in aller Öffentlichkeit Dank zu sagen.
Dank namens der Stadt Bischofsheim sagte zweiter Bürgermeister Peter Lommel, für 25 Jahre Arbeit als Kommandant, auch für 25 Jahre Dienst in der Stadtverwaltung. Ehrende Worte brachte auch Kommandant Winfried Mai für 50 Jahre selbstlosen Dienst in der Feuerwehr zum Ausruck.
Als Sprecher der unterfränkischen Wehren zeigte Kreisbrandrat Benno Geis, Aschaffenburg die Feuerwehrlaufbahn des hochdekorierten Karl Barthelmes auf und würdigte seine Verdienste auch im Auftrag der Feuerwehrschule Würzburg.

Holzbetrieb Raub der Flammen

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 08.08.1991

Holzbetrieb Raub der Flammen ? drei Millionen DM Sachschaden

Im Holzbearbeitungsbetrieb Erthel in Wegfurt brach gestern kurz vor 14 Uhr unter dem Dach ein Großbrand aus, der einen Sachschaden von drei Millionen DM verursachte. Er vernichtete das gesamte Werksgebäude mit Holzlager, Werkstatt und Trockenanlage. Die sofort herbeigeeilten Wehren aus Wegfurt, Bischofsheim, Unterweißenbrunn, Weisbach, Brendlorenzen und Bad Neustadt hatten das Feuer mit starker Rauchentwicklung innerhalb von 20 Minuten unter Kontrolle. Die Gebäude brannten zwar nieder, jedoch verhinderten die Feuerwehrleute das übergreifen der Flammen auf die in der Nähe gelagerten Holzvorräte. Den Einsatz leitete Kreisbrandrat Hermann Ziegler.

Hilfslieferung für Kilianshof

Geschrieben von Unbekannt am 17.01.1992

Hilfslieferung für Klianshof jetzt nicht mehr notwendig
260 Kubikmeter Wasser kamen vom Tankwagen

Sandberg-Kilianshof. (bab) Die Wasser-Hilfslieferungen für Klianshof sind seit Mitte November 1991 eingestellt. Der Wasserstand im dortigen Hochbehälter hat sich wieder soweit normalisiert, dass auf die Einspeisung aus der Notleitung verzichtet werden kann.

Die Quelle am Beilstein fördert nach Auskunft von Wasserwart Ludwig Holzheimer nun wieder 15 Liter pro Sekunde. Freilich ist damit die Spitzenleistung von 36 Litern noch längst nicht erreicht. Doch die Kilianshöfer kommen zumindest wieder ohne fremde Hilfe mit ihrem Wasservorrat über die Runden.
Der Wasserwart hat die beteiligten Wehrmänner (und vor allem Kommandant Winfried Mai aus Bischofsheim) arbeitsreiche Monate hinter sich. Beim Durchblättern seiner Aufzeichnungen zählt Holzheimer zusammen, dass die Nachbarwehr insgesamt 93-mal im Einsatz war, um den Kilianshöfer Hochbehälter mit Frischwasser zu füllen. 62-mal wurde die Schmalwasserer Leitung angezapft, 31 Hilfslieferungen kamen aus Sandberg.
Die US-Armee half mit ihrem Tanklöschfahrzeug ebenfalls aus und versorgte Kilianshof elfmal mit dem kühlen Nass aus Schmalwasser. Die Hilfstransporte liefen in der Zeit vom 28. August bis 10. November 1991, wobei im Oktober am häufigsten gefahren wurde. Insgesamt wurde der Kilianshöfer Hochbehälter mit 260 Kubikmetern Wasser von Tankwagen befüllt. Davon kamen 173 Kubikmeter aus Schmalwasser und 87 aus Sandberg.
(…)

Holzlager brannte – Altstadt in Gefahr

Geschrieben von Harald Weidner am 10.02.1992

Bischofsheim (hw). In der Nacht zum Samstag entstand ein Brand in einem Holzlager im eng bebauten Altstadtteil. Nach ersten Ermittlungen muss von einer Brandstiftung ausgegangen werden, so die Polizeiinspektion Bad Neustadt. Gegen 1.40 Uhr bemerkte eine Anwohnerin ein Flackern in dem Holzschuppen. Ein übergreifen der Flammen auf die angebaute Scheune war zu befürchten.
Dem beherzten Eingreifen der Nachbarn war es zu verdanken, dass dieser Altstadtteil des Rhönstädtchens kein Raub der Flammen wurde. Sie bekämpften den Entstehungsbrand und alarmierten die Polizei. Dadurch war auch die örtliche Wehr sehr schnell am Brandort und konnte ein übergreifen des Feuers verhindern. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach vorsichtigen Schätzungen auf rund 1.000 Mark.
In dieser Nach erwiesen sich die Alarmwecker der Bischofsheimer Wehr als sehr nützlich. Die betreffenden Wehrmänner konnten ohne Sirenenalarm gerufen werden und waren entsprechend schnell vor Ort. Bei einem Sirenenalarm hätte man die Bevölkerung nicht nur aus dem Schlaf gerissen, sondern auch viele Schaulustige angelockt.

Mit dem neuen LF16 jetzt optimal ausgerüstet

Geschrieben von Harald Weidner am 02.04.1992

Bischofsheim (hw). Als Stützpunktwehr ist die Freiwillige Feuerwehr Bischofsheim nunmehr optimal ausgerüstet. Seit vergangenem Dienstag ist das langersehnte „LF 16“ (Löschgruppenfahrzeug) im Rhönstadtchen. Die Neuanschaffung war dringend nötig, nachdem das alte Fahrzeug den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach.
Der Wunsch der Floriansjünger auf ein solches Fahrzeug bestand schon längere Zeit. Die Hürden im Stadtrat waren dann 1988 genommen. Die Zuschussangelegenheiten verzögerten die Beschaffung nochmals, so dass im Jahre 1989 das Spezialfahrzeug endlich bestellt werden konnte.
Obwohl das rund 340.000 Mark teure Gefährt bereits im vergangenen November geliefert werden sollte, kam es erst jetzt zur Auslieferung.
Nach den Worten der „Abholer“ Manfred Tulit, KBM Winfried Mai, Heiner Mai, Otmar Hüttner, Herbert Lucht und Frank Dickas fährt die Firma Ziegler in Gingen an der Brenz Sonderschichten. Sie kommt aufgrund der enormen Nachfrage einfach nicht nach, die komplizierten Aufbauarbeiten termingerecht zu erledigen.
Das Eintreffen des neuen Löschgruppenfahrzeuges hatte sich sehr schnell bei allen Feuerwehrkameraden herumgesprochen. Spontan spielte die „Maumerkapelle“ zu diesem freudigen Anlass.

Freude über ein neues Fahrzeug

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 02.04.1992

Freude über ein neues Fahrzeug bei den Bischofsheimer Wehrleuten
Empfang mit Musik

Bischofsheim. (o.k.) Ein im wahrsten Sinne des Wortes freudiges Ereignis hatte die Feuerwehr Bischofsheim mit dem Eintreffen ihres neuen Löschfahrzeuges. Da war die „Maumerkapelle“ angerückt, spielte kraftig auf und im Nu hatten sich neben den Feuerwehrleuten auch gleich Zuschauer eingefunden, denn wo die Musik spielt, da muss auch was los sein.

Da freute sich Kreisbrandmeister Winfried Mai, der in seiner Eigenschaft als Kommandant der Bischofsheimer Wehr mit von der Partie war, das neue Löschfahrzeug „LF 16“ in Gingen an der Brend abzuholen, über diesen Empfang auf dem Feuerwehrplatz.
Natürlich wollten die Wehrmänner sogleich einiges wissen, über das Leistungsvermögen der neuesten Errungenschaft. So erklärte Winfried Mai, dass die Löchfahrzeugpumpe in der Minute 1.600 Liter fördert und zugleich zwei Gruppen am Einsatzort in Aktion treten können. Der Löschtank fasst 1.200 Liter, und stets mitgeführte Kanister haben einen Inhalt von 120 Liter Schaumstoff.
Die mitgelieferte Ausrüstung wird mit den bei der Bischofsheimer Wehr schon vorhandenen Ausrüstungen ergänzt, wozu auch die zum neuen Fahrzeug gehörende Atemschutzausrüstung, vor kurzer Zeit schon geliefert wurde. Es wurden dafür insgesamt 340.000 DM angelegt.
Das neue LF 16 ist, wie Kommandant Mai sagte, für Löschzwecke ebenso ausgerüstet, wie für technische Hilfeleistung. Das vorhandene alte TSF bleibt bei der Bischofsheimer Wehr, die damit ihren Anforderungen als Stützpunktwehr der oberen Rhön voll gerecht werden kann.
Bürgermeister Hans Repp verfolgte interessiert die ersten Kurzanweisungen und freute sich, dass damit ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung ging. Er ließ lange auf sich warten, denn bereits im Jahre 1989 wurde die Bestellung vorgenommen. Die Bischofsheimer Feuerwehrmänner werden sich in den kommenden Wochen intensiv mit der neuesten Errungenschaft befassen, um beim Ernstfall perfekt zu sein, sagte Kommandant Mai, der aber überzeugt ist, dass im Notfall sofort mit dem LF 16 ausgerückt werden kann.

Die Segnung des neuen LF 16

Geschrieben von Harald Weidner am 30.06.1992

Die Feuerwehr muss genauso schnell sein wie der liebe Gott

Bischofsheim (hw). Die Segnung des neuen Tanklöschfahrzeuges LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim wurde bei strahlendem Sonnenschein in würdigem Rahmen vollzogen. Sämtliche Nachbarwehren wohnten der Feier bei, bei der auch die Schlüsselübergabe von der Stadt an den Kommandanten Hüttner erfolgte.
Edgar Hüttner war es auch, der in seiner Eigenschaft als 2. Kommandant der Bischofsheimer Wehr die Begrüßung der zahlreichen Gäste vornahm. Unter ihnen befanden sich der 1. und der 2. Bürgermeister der Stadt Bischofsheim, Hans Repp und Peter Lommel, sämtliche Stadträte, Ehrenkommandant Walter Lohbrandt, Kreisbrandrat Hermann Ziegler, zahlreiche Kreisbrandmeister und -inspektoren sowie Kommandanten mit ihren Wehren.
Mit dem Choral Lobet den Herrn leitete die Maumerkapelle die feierliche Fahrzeugsegnung ein. Zu diesem würdigen Rahmen gehörten auch die beiden Beiträge des Männergesangsvereins Liedertafel Bischofsheim, die sie vor und nach der Segnung des Fahrzeugs zu Gehör brachten.
Dekan Karl Brand und Pfarrer Winfried Kohler verglichen in ihren Reden die Feuerwehr mit dem lieben Gott. Wenn es brennt, muss immer schnelle Hilfe kommen. Trotzdem sollte man aber nicht vergessen, dass Gott nicht die Feuerwehr der Welt ist.
Nach einem gemeinsam gebeteten Vaterunser segneten die beiden Geistlichen das Fahrzeug, damit die Liebe Gottes stets über dem Fahrzeug und der Stadt Bischofsheim sein möge. Feuerwehrinspektor G?nkel von der US-Feuerwehr in Wildflecken hob in seinem Grußwort das gute Verhältnis zu Bischofsheim hervor. Seit dem Großbrand im Hofgut in Bischofsheim bestehen diese guten Beziehungen. Mit dem gemeinsamen Gesang der Bayernhymne schoss der feierliche Teil. Somit ging auch ein jahrelang gehegter Wunsch der Feuerwehr Bischofsheim in Erfüllung.

Brand in der Damentoilette

Geschrieben von Unbekannt am 13.07.1992

Bischofsheim. Heiß ging es zu, in der Nacht vom Freitag auf den Samstag in der Damentoilette des Bischofsheimer Campingplatzes. Vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette, so die Polizei, entzündete sich dort gelagertes Toilettenpapier. Der Brand, der gegen 3 Uhr morgens durch einen Camper bemerkt wurde, konnte trotz eines benutzten Feuerlöschers nicht gelöscht werden. So wurde die Feuerwehr Bischofsheim alarmiert, die den Brand in kürzester Zeit unter Kontrolle hatte. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 300 DM. Ein Gebäudeschaden ist nicht eingetreten.

Vorfahrt missachtet: Schwerverletzt unterm Lkw

Geschrieben von Unbekannt am 28.10.1992

Bischofsheim. Am Montag gegen 16 Uhr bog ein Fahrer mit seinem Sattelzug im Gemeindebereich Bischofsheim von der B 278 nach links in die B 279 Richtung Bad Neustadt ein. Hierbei missachtete er als Wartepflichtiger die Vorfahrt des Pkw-Fahrers, der auf der B 279 in Richtung Oberweißenbrunn fuhr.
Der Pkw-Fahrer, der bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h und bei regennasser Fahrbahn zu schnell gefahren sein dürfte, fuhr jedoch trotz Bremsens mit seinem Fahrzeug unter den Sattelauflieger. Da der Pkw-Fahrer eingeklemmt war, musste er von der Feuerwehr Bischofsheim befreit werden. Er wurde schwerverletzt mit dem Rettungshubschrauber nach Fulda in die dortige Klinik verlegt.
Am Pkw entstand Totalschaden, am Sattelauflieger erheblicher Sachschaden, insgesamt ca. 40.000 Mark.
Auf der Fahrt zum Einsatzort ereignete sich hierbei in Bischofsheim ein Verkehrsunfall zwischen einem Feuerwehrfahrzeug und einem Pkw.
Der Fahrer des Feuerwehrfahrzeugs war mit Sondersignalen unterwegs und wollte nach links abbiegen. Eine entgegenkommende Pkw-Fahrerin bemerkte dies zu spät, so dass es zu einem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Es entstand ein Schaden von ca. 15.000 Mark.

Tödlicher Verkehrsunfall auf der B 279 bei Frankenheim

Geschrieben von Harald Weidner am 02.11.1992

Tödlicher Verkehrsunfall am Samstag morgen auf der B 279 bei Frankenheim. Zu einem tödlichen Verkehrsunfall kam es auf der Bundestraße 279 in Höhe von Frankenheim. Am Samstag morgen gegen 7.30 Uhr geriet hier laut Polizeibericht ein Autofahrer aus dem Landkreis Bad Kissingen, der in Richtung Bad Neustadt unterwegs war, mit seinem Wagen ins Schleudern und prallte gegen einen entgegenkommenden Wagen aus Coburg. In diesem wurde die Beifahrerin (35) tödlich verletzt, ihr Ehemann (49) und die beiden Kinder (sieben und zehn Jahre) mussten ebenso wie Fahrer und Beifahrer im unfallverursachenden Fahrzeug mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei wurde bei ihrer Arbeit von den Feuerwehren aus Bischofsheim und Frankenheim unterstützt, die B 279 blieb über zwei Stunden gesperrt, die Staatsanwaltschaft Schweinfurt schaltete einen Sachverständigen ein. Die Polizei vermutet überhöhte Geschwindigkeit auf eisglatter Fahrbahn als Unfallursache.

Holzlagerraum wurde ein Raub der Flammen

Geschrieben von Unbekannt am 09.11.1992

Bischofsheim. Noch ungeklärt ist die Ursache eines Feuers in der Berufsfachschule f?r Holzbildhauer am frühen Samstag morgen. Bei dem Brand entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von mindestens 220.000 Mark.
Gegen 0.50 Uhr hatte ein Passant der Polizeiinspektion Bad Neustadt mitgeteilt, dass eine Holzlagerhalle des Schulzentrums lichterloh brenne. Als die alarmierten Feuerwehren aus Bischofsheim, Frankenheim, Oberweßenbrunn und Unterweißenbrunn sowie Haselbach am Brandort eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus dem Dach des Gebäudes.
Das Feuer fand durch abgelagertes Holz reichlich Nahrung. Im Keller der Lagerhalle wurden außerdem eine PC-Anlage und ein Keramikbrennofen ein Raub der Flammen.
Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt, die die Sachbearbeitung übernahm, erstrecken sich auch auf eine mögliche Brandstiftung. Nach ersten Feststellungen kann jedoch auch ein technischer Defekt nicht völlig ausgeschlossen werden.

Schwelbrand in der Jägerhütte

Geschrieben von Unbekannt am 30.12.1992

Bischofsheim-Oberweißenbrunn. Bei Oberweißenbrunn kam es am Montag zu einem Schwelbrand in der sogenannten Jägerhütte. Kurz nach dem Anschüren eines Kachelofens drang plötzlich Rauch aus allen Ritzen und Verkleidungen. Über eine Stunde laborierten die Hüttengäste an den Ofen in der Annahme, dass nur „Zugprobleme“ des Kamins die Ursache der Rauchentwicklung wären. Schließlich bekam man es doch mit der Angst zu tun und verständigte die Feuerwehr. Diese stellte nach Entfernen der Verkleidungen einen Schwelbrand in der Isolierung bis hinauf zum Dachgeschoss fest. Um den Wasserschaden möglichst klein zu halten, wurde die Glut vorsichtig ausgesprüht. Trotzdem wird der Gebäudeschaden mit ca. 50.000 Mark angegeben.

Damen verstärken künftig die Wehr

Geschrieben von Harald Weidner am 12.01.1993

Bischofsheim (hw). Bürgermeister Peter Lommel überbrachte bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr die Grüße der Stadt und wünschte allen ein unfallfreies 1993. Er ermahnte aus gegebenem Anlass an die Umsicht bei Einsatzfahrten. Nachdem die Zahl der aktiven Wehrmänner am Abnehmen ist, meinte er lakonisch, ob man das neue Feuerwehrhaus nicht etwas kleiner bauen könnte.
Der Neubau dieses Gerätehauses in Bischofsheim führt die Stadt Bischofsheim an ihre Leistungsgrenze. Das gleiche fordert das Stadtoberhaupt aber auch von der Feuerwehr. Lommel zeigte sich überzeugt, dass sich alle den höheren Anforderungen stellen werden.
Im Jahre 1993 stehen nach den Worten des Kommandanten Winfried Mai zahlreiche Termine an. Der wichtigste ist zweifelsohne das 125-jährige Gründungsfest der eigenen Wehr, das an der Weisbacher Straße abgehalten wird.
Die Versammlung sprach sich dafür aus, dass auch in Bischofsheim eine Damenwehr ins Leben gerufen wird. Mit der Bildung der ersten Gruppe soll in Kürze begonnen werden. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ waren sich die Floriansjünger aus Bischofsheim einig, dass wieder ein Schwein geschlachtet wird. Dies ist für den Verein kostengünstiger, zumal die Wurst nach Übungen und Einsätzen aufgetischt wird.

Bahnhof in Brand gesteckt?

Geschrieben von Unbekannt am 07.06.1993

Bischofsheim. Vermutlich auf Brandstiftung zurückzuführen ist das Feuer, das am frühen Samstag morgen am stillgelegten Bahnhof einen Schaden von ca. 70.000 Mark verursachte. Personen kamen nicht zu Schaden.
Ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim bemerkte gegen 2.25 Uhr von seiner nahegelegenen Wohnung aus den Brand an einem Nebengebäude des Bahnhofs, das an eine Schreinerei vermeitet ist.
Das Feuer hatte sich an vier Stapel Karton unter dem Vordach der Lagerhalle entzündet und von dort auf das Dachgebälk des Gebäudes übergegriffen. Der ca. zwei Meter breite Dachvorsprung in Holzbauweise wurde dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen.
Der ortsansässigen Feuerwehr gelang es, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen, so dass ein Ausdehnen des Brandes verhindert werden konnte. Die ebenfalls alarmierten Feuerwehren aus Ober- und Unterweißenbrunn, Haselbach und Frankenheim brauchten nicht mehr einzugreifen. Eine Wandergruppe aus Homburg/Efze, die in einem angrenzenden Wohngebäude der Bundesbahn untergebracht war, war nicht gefährdet.
Nach Mitteilung von Kreisbrandrat Ziegler, der die Löscharbeiten leitete, brach das Feuer an dem Verpackungsmaterial gleichzeitig an zwei Stellen aus. Die Kriminalpolizei Schweinfurt nahm inzwischen die Ermittlungen auf. Die Beamten gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.
Sachdienliche Hinweise, die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten, nimmt die Polizeiinspektion Bad Neustadt, Telefon 09771/4048, oder die Kriminalpolizei Schweinfurt, Telefon 09721/2020, entgegen.

Schwerer Unfall bei Frankenheim

Geschrieben von Unbekannt am 08.06.1993

58-jähriger Radfahrer lebensgefährlich verletzt

Bischofsheim (abc). Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein 58-jähriger Radfahrer bei einem Unfall am Sonntag gegen 23.30 Uhr auf der B 279 in Höhe Frankenheim.
Zur Unfallzeit war eine 42-jährige Autofahrerin auf der B 279 von Oberweißenbrunn kommend in Richtung Bischofsheim unterwegs. Auf der Höhe von Frankenheim erfasste sie mit ihrem Fahrzeug einen 58-jährigen Radfahrer, der bei dem Zusammenstoß etwa 25 Meter weit geschleudert wurde, wo er mit lebensbedrohlichen Verletzungen liegenblieb. Der Radfahrer ist momentan in einem Schweinfurter Krankenhaus. Auch die Autofahrerin erlitt einen Schock und kam in ein Krankenhaus nach Gersfeld.
Weil der genaue Unfall-Hergang zunächst nicht zu klären war, wurden beide Fahrzeuge sichergestellt. Ein Sachverständiger nahm noch in der Nacht die Ermittlungen an der Unfallstelle auf.
Inzwischen geht man laut Protokoll der PI Bad Neustadt davon aus, dass der Radfahrer unmittelbar vor dem Zusammenstoß vermutlich wegen vorangegangenen Alkoholgenusses gestürzt sein muss. Er kauerte in gebückter bzw. hockender Stellung – vermutlich um sein Rad wieder aufzuheben – auf der Mitte der Fahrbahn, als ihn das Auto erfasste.
Während der Ermittlungen war die B 279 von 0 bis 3 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Um das Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle kümmerte sich die Feuerwehr Bischofsheim.

In der Kriegszeit verfügte die Stadt über eine Damenwehr

Geschrieben von Harald Weidner am 15.07.1993

Zum 125-jährigen Gründungsfest

Bischofsheim (hw). Zu Beginn des 2. Weltkrieges bestand in Bischofsheim eine gut ausgebildete und einsatzfähige Feuerwehr unter Führung des Landwirts und Wagners Josef Mai. Am 6. Januar 1940 übernahm der Landwirt Gregor Roth die Führung bis zu seinem tragischen Tod am 12. März 1942. Der Spenglermeister Karl Link übernahm fortan die Geschicke der Wehr. Mit der längeren Dauer des Krieges wurden immer mehr Männer der Feuerwehr zum Wehrdienst einberufen.
Als dann die Feuerwehr nicht mehr genügend dienstfähige Männer zur Verfügung hatte, um die Geräte zu besetzen, wurde eine freiwillige weibliche Wehr zusammengestellt. Sie bestand aus 60 Frauen und Mädchen. Diese wurden an den Geräten ausgebildet und entwickelten sich zu einer sehr fähigen Einheit. Nach dem Zusammenbruch im April 1945 war dann auch die Feuerwehr aufgelöst. Die Uniformen, die bis zu dieser Zeit in genügender Anzahl vorhanden waren, waren zum größten Teil verschwunden. Die Geräte zeigten Beschädigungen auf, Schläuche fehlten. Aufrufe an die Bevölkerung, die verschwundenen Uniformen und Ausrüstungsgegenstände zurückzugeben, hatten fast keinen Erfolg.
So übernahm Karl Barthelmes im Jahr 1949 die Wehr, als er Ludwig Maisch wegen Krankheit ablöste. Barthelmes, der sich bis zum Kreisbrandinspektor avancierte, führte die Bischofsheimer Wehr 25 Jahre lang, bis 1975. Dann legte er die Aufgaben in die Hände seines langjährigen Stellvertreters Walter Lohbrandt. In dessen Amtszeit erhielt Bischofsheim sein erstes Tanklöschfahrzeug. Walter Lohbrandt war es auch, der den Grundstein für die innige Freundschaft zur Feuerwehr in Heide legte.
Dass diese Verbindung noch heute Bestand hat, zeigt der Besuch der Dithmarscher am bevorstehenden 125. Gründungsfest. Lohbrandt wurde von Karl Hergenröther 1980 als Kommandant abgelöst und inzwischen leitet der Kfz-Meister Winfried Mai die Geschicke der Wehr.
Im vergangenen Jahr erhielt die Wehr ein neues Tanklöschfahrzeug, das auch den neuesten Erkenntnissen Rechnung tragen kann. Neben den zahlreichen Einsätzen und Übungen sind die Floriansjünger auch oft in ihrer Freizeit als Verkehrsregler bei zahlreichen Festlichkeiten aktiv. Für ihre uneigennützige Tätigkeiten kann man gar nicht genug dankbar sein.

Bei der Auswahl der Führungskräfte spielte der Beruf eine wichtige Rolle

Geschrieben von Harald Weidner am 15.07.1993

Zum 125-jährigen Gründungsfest

Bischofsheim (hw). Vieles hat sich in technischer Hinsicht bei der Feuerwehr Bischofsheim seit ihrer Gründung im Jahre 1868 entwickelt – der Grundgedanke aber blieb. „Bei Feuergefahr mit Ordnung und möglichster Schonung des Eigentums die Rettung von Menschen, Tieren und Gegenständen“.
Die „Bischofsheimer freiwillige Feuerwehr“ gründete sich am 1. Juli 1968 mit 95 Mitgliedern. Der 1. Kommandant hieß Friedrich Schumm. Seine Führungskräfte und Gehilfen wählte man sorgfältig aus, wobei der Beruf eine entscheidende Rolle bei der Vergabe der Ämter spielte. So leitete Karl Schneider (Zimmermann) die Rettungsmannschaft und die Steiger. Sein Stellvertreter war Horst Draht (Kaminkehrer). Die Spritzenmannschaft hörte auf das Kommando von Klaus Mauerer (Färber), Austräger war Benedikt Walter (Schreiner). Der bautechnische Zug (Einreißer) folgte den Anweisungen von Hans Mauerer und für die Wasserzubringer zeichnete Jakob Mauerer (Färber) verantwortlich. Wie aus einem Protokoll vom 6. Januar 1869 zu ersehen ist, lag die Leitung der Wachmannschaft in den Händen von Johann Breuder (Metzger).
Zwischenzeitlich, nämlich am 22. Dezember 1968, gab sich der Verein Statuten (Satzung), die unter der Leitung des damaligen Ortsgeistlichen beraten und beschlossen wurde. Löblich ist daraus zu entnehmen, dass die Hilfeleistung und Verrichtung den Geschädigten gegenüber unentgeltlich zu geschehen hat. Jeder Wehrmann hat seine volle Kraft für das „Rettungs- und Löschwesen“ einzusetzen.
Obwohl jede Person bei einem Brandfall benötigt wurde, achtete man damals peinlich genau auf die charakterliche Geeignetheit. Mitglied konnte jeder unbescholtene Mann werden, der in Bischofsheim wohnhaft war. Er musste körperlich befähigt und geeignet sein, sich die nötige Gewandtheit zu erwerben, um die Hilfeleistung bei einem Brand mit Anwendung seiner ganzen Kraft als Ehrensache zu bestätigen. Ein Ausschluss konnte nur durch die Generalversammlung ausgesprochen werden. Als Gründe dafür sind in den Statuten fortgesetzter Ungehorsam, nachgewiesenes unehrenhaftes Betragen und Feigheit aufgeführt. Dass im Jahre 1868 Zucht und Ordnung als Tugenden angesehen wurden, besagt auch die Klausel der Satzung, dass ergangenen Befehlen von Vorgesetzten unweigerlich und unverzüglich Folge zu leisten ist. Bei der Ausübung ihres Dienstes verpflichten sich alle Mitglieder, mit größter Schonung zu verfahren.

Jedes Haus verfügte über einen eigenen Löscheimer

Geschrieben von Harald Weidner am 15.07.1993

Zum 125-jährigen Gründungsfest

Bischofsheim (hw). Vor der Gründungszeit der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim sah die Löschhilfe der Stadt wesentlich anders aus. Jedes Haus hatte einen Löscheimer aus Leinen, der rund fünf Liter fasste. Im Brandfalle musste jeder Bürger seinen Eimer nehmen und bei der Wasserversorgung behilflich sein. Die „Menschenschlange“ reichte die Eimer von Hand zu Hand, von der Brend durch die engen Gassen, bis zum „Objekt“.
Die junge Bischofsheimer Feuerwehr scheute damals keine Kosten und Mühen, sich ständig aus- und weiterzubilden. Im Jahr 1890 beehrte sich die Kreisdelegiertenversammlung, unter der Leitung des Kreisvertreters Schulz aus Aschaffenburg, im Gasthof „Rhönlust“, ihre Angelegenheiten zu besprechen. Gleichzeitig fand am 8. Juni 1890 nachmittags die Haupt- und Massenübung statt, wozu die umliegenden Wehren beigezogen wurden.
Gemäß Kreisfeuerwehrzeitung vom 20. Juni 1890 beteiligte sich Bischofsheim mit vier Löschmaschinen und 120 Mann. Die folgenden Orte waren jeweils mit einer Maschine angetreten: Haselbach und Frankenheim waren mit jeweils 42 Mann, Unterweißenbrunn mit 40, Oberweißenbrunn mit 30 und Wegfurt mit 25 Wehrleuten vertreten.
Als Brandbild diente ein großerer Stadtviertelbrand. Es wurde mit den gesamten Löschanstalten der Stadt Bischofsheim gearbeitet. Die Löschmaschinen und Geräte waren in guter Ordnung und die Mannschaften arbeiteten mit Fleiß. Vermisst wurde laut Protokoll das Alarmsignal. Getadelt wurde das Anfahren der einzelnen Abteilungen im Laufschritt.
Hierdurch können leicht Unfälle entstehen. Auch leiden die Löschmaschinen und Geräte mehr oder weniger bei diesem rapiden Fahren über das Straßenpflaster.
Aufgrund der guten Ausbildung und der üblichen Kameradschaft erreichte die Mitgliederzahl im Laufe der Jahre eine Stärke von 195 (1929). Dazu trug auch das groß gefeierte 60. Gründungsfest im Jahre 1928 bei.

Zum Geburtstag eine Damengruppe

Geschrieben von Otto Kleinhenz am 19.07.1993

(…) Kommandant Winfried Mai, der mit weiteren Ausführungen für den Jubiläumsabend eine Überraschung parat hatte mit der Bekanntgabe, dass die Bischofsheimer Wehr nun um eine Damengruppe erweitert werden könne. Mit Handschlag verpflichtete Winfried Mai den charmanten „Nachwuchs“ der Wehr. Er sagte aber auch, dass mit dieser Aufgabe manch Persönliches zurückstehen, Opferbereitschaft an diese Stelle gesetzt werden müsse. Neu aufgenommen wurden damit Barbara Geis, Anja Puchinger, Silvia Finger, Evelyn Supkus, Eva Lommel, Manuela Jockiel, Sonja Reuß, die Geschwister Silke und Antje Baumann, Tanja Schmid, Ramona Giesel, Valessa Popeskul, Verena Weber und Svea Geis.

Schwerer Verkehrsunfall bei Weisbach

Geschrieben von Dorst am 28.07.1993

Gestern gegen 12 Uhr befuhr eine Pkw-Fahrerin die Staatstraße 2289 von Bischofsheim kommend in Richtung Weisbach. In einer langgezogenen und unübersichtlichen Linkskurve wollte die 43-jährige Fahrzeugführerin einen Lkw mit Anhänger überholen. Sie übersah dabei einen entgegenkommenden Pkw und es kam zum Frontalzusammenstoß. Hierbei wurde die Pkw-Fahrerin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von anderen Verkehrsteilnehmern aus dem Fahrzeug befreit werden. Der entgegenkommende Pkw-Fahrer wurde zunächst nach Bischofsheim zum Arzt und später, weil schwer verletzt, in das Kreiskrankenhaus Bad Neustadt verlegt. Die Unfallverursacherin musste mit schwersten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Fulda gebracht werden. Ein nachfolgender Pkw wurde ebenfalls von dem schleudernden Fahrzeug erfasst und beschädigt. An den anderen beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden von insgesamt ca. 30.000 Mark.

Brand einer Scheune (Anwesen Anton Braun)

Geschrieben von Dorst am 02.08.1993

Das Heulen der Feuerwehrsirenen schreckte in der Nacht zum Samstag die Bewohner von Bischofsheim aus ihrer Nachtruhe auf. Um 1.35 Uhr wurde der Polizeiinspektion Bad Neustadt der Brand einer Scheune (Anwesen Anton Braun) mitgeteilt. Die alarmierten Wehren aus Bischofsheim, Ober- und Unterweißenbrunn, Haselbach und Frankenheim unter der Leitung des örtlichen Kreisbrandrates hatten zwar den Brand innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle, konnten aber nicht verhindern, dass der Dachstuhl der Scheune abbrannte. Es wurden keine Personen verletzt. Noch in der Nacht nahmen Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt die Ermittlungen nach der Brandursache auf. Ob ein vorläufig Festgenommender als Brandleger in Frage kommt, werden die weiteren Ermittlungen ergeben. Nach vorläufigen Schätzungen beträgt der Schaden etwa 200.000 Mark.

 

Schwerer Verkehrsunfall durch betrunkenen Fahrer

Geschrieben von Unbekannt am 07.01.1994

Bischofsheim. Ein betrunkener Wagenlenker aus dem Raum Offenbach verursachte durch seine kriminelle Fahrweise am Dienstag aben einen schweren Verkehrsunfall, bei dem drei Personen erheblich verletzt wurden und drei weitere Pkw-Insassen leichtere Blessuren davontrugen.
Der 41-jährige war gegen 22 Uhr mit seiner schweren Limousine auf der Bundesstraße 279 Richtung Bischofsheim unterwegs. Er hatte vor Antritt dieser verhängnisvollen Fahrt viel zu tief ins Glas geschaut, sich aber trotzdem ans Steuer seines Opels gesetzt und war losgefahren. Bereits vor der späteren Unfallstelle hatte der Verkehrsrowdy Schwierigkeiten, sein Auto auf der Fahrbahn zu halten. Er benutzten bei seinem Horrortrip die gesamte Straßenbreite.
Ein Verkehrsteilnehmer der dem Wagen folgte schilderte den verantwortungslosen Fahrstil des Kaufmanns. Seine gefahrene Geschwindigkeit schwankte zwischen 40 und 50 km/h und Schritttempo. Darüber hinaus hatte er die Nebelschlussleuchte eingeschaltet, obwohl weit und breit keine Sichtbeeinträchtigung – außer seiner eigenen, durch den Alkoholkonsum hervorgerufen – vorhanden war.
In Höhe der Ausfahrt Hochrhönstraße geriet der Senator-Lenker wiederrum auf die Gegenfahrbahn und rammte dabei frontal einen VW-Passat aus dem Landkreis Fulda, in dem fünf junge Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren saßen. Durch die Heftigkeit des Zusammenstoßes wurde die Beifahrerin in dem stark deformierten Auto eingeklemmt. Sie konnte jedoch durch die geschulten Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim schnell aus dem Blechknäuel befreit werden. Großeinsatz war auch für den Rettungsdienst angesagt. Vier Notärzte und mehrere Sanitäter kümmerten sich um die Erstversorgung der Verletzten und sorgten für ihre Einlieferung in Krankenhäuser in Bad Neustadt, Mellrichstadt, Schweinfurt und Gersfeld. An den beteiligten Fahrzeugen entstanden Totalschäden.
Zu einem Sondereinsatz kamen die Wehrmänner und ein Abschleppunternehmer noch, als sie mit einer Seilwinde den Pkw eines Unfallbeobachters bergen mussten. In seiner Aufregung hatte dieser offensichtlich zu schnell den Wagen verlassen und das Fahrzeug nicht entsprechend gesichert. Das Auto machte sich selbständig und rollte eine steile Böschung hinab.

Geschrieben von Harald Weidner am 24.01.1995

Gegen mögliche Waldbrände in der Zukunft jetzt besser gewappnet

Bischofsheim (hw). Am vergangenen Wochenende wurde im Beisein von Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Bulheller und einer Abordnung der Feuerwehr Bischofsheim der Bischofsheimer Wehr ein Löschwasser-Außenlastbehälter mit einem Volumen von 5000 Liter übergeben. Ministerialrat Baranek vom bayerischen Innenministerium nahm diese Übergabe in der Feuerwehrschule in Würzburg vor.
Warum wurde gerade die Bischofsheimer Wehr mit diesem Löschgerät ausgerüstet? In der Hohen Rhön ist im Sommer kein Wasser vorhanden. Bei der Rhön handelt es sich auch um ein schlecht zugängliches Waldgebiet. Eine zusätzliche Brandgefahr besteht zudem durch den Truppenübungsplatz in Wildflecken, wo im Sommer Granateinschläge Flächenbrände verursachen können. Bei einer überregionalen Übung an einem simulierten Waldbrand im Jahre 1993 stellte die Führung bereits fest, dass Wasser Mangelware ist.
Inzwischen haben der Kreisbrandmeister (KBM) Winfried Mai, der 1. Vorstand Jürgen Enders, Wolfgang Finger und Heiner Mai einen dreitägigen Lehrgang in der Heeresfliegerschule in N?rnberg absolviert. Dabei konnten sich die vier Wehrleute bestens mit dem neuen Gerät vertraut machen.
Der Wasserbehälter wiegt bei voller Füllung fünf Tonnen und wird mit dem Hubschrauber zur Brandstelle transportiert. Dieses Gerät wird in der Regel nur bei Waldbränden eingesetzt.

Darf es denn ein neues Schlauchfahrzeug sein?

Geschrieben von Rhön-Grabfeld Anzeiger am 23.01.1997

Bad Neustadt (nah). Noch immer ist unklar, wo das Schlauchfahrzeug seinen Platz finden soll, das dem Landkreis Rhön-Grabfeld vom Freistaat Bayern überlassen worden ist. Landrat Dr. Fritz Steigerwald und Kreisbrandrat Peter Bullheller hatten sich für Bischofsheim entschieden. Von dort kam allerdings nicht der erwartete Jubelschrei. Wer soll das bezahlen? will Bürgermeister Peter Lommel im Vorfeld geklärt wissen, immerhin handelt es sich um jährliche Kosten in Höhe von 1.500 Mark. Die kämen unweigerlich auf diese zu, da das Auto bewegt und das Schlauchmaterial im Rahmen einer Übung wohl mal getestet werden müsse.

Er habe keineswegs von vorneherein abgelehnt, beteuert Lommel, und auch der Stellplatz für das neue Fahrzeug sei keine Frage, das für den Katastrophenschutz landkreisweit zur Verfügung stehen soll. Sicher sei, dass das Fahrzeug wohl wenig zum Einsatz komme, trotzdem aber gewartet werden müsse. Es sei vorstellbar, dass im Rahmen einer landkreisweiten Übung auch das Fahrzeug mit immerhin 2.000 Meter Schlauch zum Einsatz kommt. Er habe durchgerechnet, dass für die Wartung danach und die Schlauchpflege Kosten von mindestens 1.500 Mark anfallen. Diese will Lommel über den Kreishaushalt vergütet wissen. Einen Tausender jedenfalls solle der Landkreis schon springen lassen, meint das Bischofsheimer Stadtoberhaupt, das sei nicht zuviel verlangt. Schließlich sei das Fahrzeug für den gesamten Landkreis von Vorteil, und die Wehrleute von Bischofsheim müssten hinfahren, von wem auch immer sie angefordert werden. Eine Gegenleistung, wie sonst bei den Wehren üblich, sei hier nicht gegeben, da keine andere Wehr über eine gleichgeartete Ausrüstung verfüge.

Lommel will lediglich erreichen, dass die zusätzlichen Aufwendungen der Bischofsheimer Wehr von rund 1.000 Mark wieder in die Stadtkasse zurückfließen. Allein 900 Mark entstehen nämlich für die Entschädigung des Ersten und Zweiten Kommandanten.

Ein Gespräch mit Landrat Dr. Fritz Steigerwald steht noch aus.

Das wird laut Landrat geführt, das betont auch Kreisbrandrat Peter Bulheller. Bischofsheim sei gerade der richtige Standort für das Schlauchfahrzeug. Gerade auch deshalb, weil in der Rhön in den Sommermonaten oft Wassermangel herrsche und das notwendige Nass dann über eine größere Strecke gepumpt werden müsse. Kreisbrandrat Bulheller verweist außerdem darauf, dass alle größeren Reparaturen am Feuerwehrauto sowieso vom Staat übernommen würden. Klar sei auch, dass Bischofsheim dringend neues Schlauchmaterial benötigt. Diese Investition wäre vom Tisch, da das neue Fahrzeug über 2.000 Meter Schlauchmaterial verfügt.

Kein Verständnis hat Landrat Dr. Fritz Steigerwald für die Reaktion aus Bischofsheim. Dabei sei das neue Fahrzeug doch eine Chance für Bischofsheim. Die Stadt müsse doch erkennen, welche Vorteile für Brandschutz und Sicherheit damit verbunden sind. Gerade die Stadt in der Rhön habe viele Stadtteile und Siedlungsbereiche, die oft weitab liegen. Der Landkreis habe natürlich auch weitere Möglichkeiten, das Auto zu stationieren. „In Sandberg hat Bürgermeister Bruno Regnat die Hand bereits ausgestreckt, wir brauchen nur noch einzuschlagen“. Regnat selbst hat schon mit dem zuständigen Feuerwehrkommandanten gesprochen. „Allerdings müsste uns der Landkreis dann ein neues Feuerwehrhaus bauen“, schmunzelt der Rhöner Bürgermeister.

Wie das Gerangel um das Geschenk von Vater Staat ausgeht, ist unklar. Das Gefährt hat einen Wert von rund 300.000 Mark und wird dem Landkreis im Rahmen des Katastrophenschutzes unentgeltlich zur Verfügung gestellt, und einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!

 

Schwerer Verkehrsunfall auf der B 279

Geschrieben von Rhön- u. Saalepost am 02.11.1999

Vier Personen sind am Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der B 279 im Ortsbereich von Bischofsheim verletzt worden, zwei davon schwer. Zwei 75-jährige Frauen, die mit ihrem Pkw auf der B 279 in Richtung Bad Neustadt unterwegs waren, übersahen beim Linksabbiegen in die B 278 den Pkw zweier junger Männer, die in Richtung Fulda fuhren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Beifahrerin im Wrach eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Bischofsheim mit der Rettungschere befreit werden. Da beide Frauen schwerste Verletzungen erlitten, wurden sie mit Rettungshubschraubern in die Uniklinik nach Würzburg bzw. ins Klinikum Fulda eingeliefert. Die zwei jungen Männer wurden mit mittleren Verletzungen in das Kreiskrankenhaus Bad Neustadt eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von rund 11.000 Mark. Für den Zeitraum der Unfallaufnahme war die B 279 total gesperrt. Foto: Eckert