2010-2019

Thomas Geis ist neuer Kommandant

Geschrieben von M. Eckert, Rhön- u. Saalepost am 10.03.2010

Wechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr –

Zahlreiche Ehrungen ausgesprochen

BISCHOFSHEIM. Die Feuerwehr hat einen neuen Kommandanten gewählt. Nachdem der im vorigen Jahr gewählte Kommandant Dietmar Hohn seinen Wohnort verlegt hat, musste die Wehr erneut wählen. Der bisherige stellvertretende Kommandant Thomas Geis erklärte sich bereit, den Posten des ersten Kommandanten zu übernehmen. Damit wurde der Posten des Stellvertreters frei, die Versammlung wählte Christian Hoenen.

Im Jahresrückblick ging Thomas Geis auf die 35 Einsätze im Jahr 2009 ein. Es waren 22 Technische Hilfeleistungen, acht Brandeinsätze sowie freiwillige Hilfeleistungen. Das sind 15 Einsätze weniger als im Vorjahr, dafür waren aber die Einsätze in ihrem Ausmaß umfangreicher und komplizierter, vor allem bei den Technischen Hilfeleistungen, so Geis im Rückblick.

826 Stunden leistete die Wehr bei den Einsatztätigkeiten. Zu drei Hilfeleistungen musste die Stützpunkt-Feuerwehr außerhalb des Gemeindebereichs ausrücken.

Die Feuerwehr Bischofsheim sei mit Personal und Material zum Schutz der Bevölkerung gut ausgestattet. Geis bedankte sich auch bei den Ortsteil-Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit.

Neu aufgenommen in die aktive Wehr wurden Thomas Abert und Patrick Traverso. Neu in der Jugendfeuerwehr sind Larissa Hellmuth, Melissa Hofmann, Marvin Hofmann, Nils Schmitz, und Michael Warmuth.

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Claudia Schwab-Geis und Sven Puchinger geehrt. Seit 25 Jahren mit dabei ist Fritz Voll. Für 30 Jahre erhielten die Ehrung Manfred Enders, Thomas Geis und Jürgen Hilpert. 40 Jahre sind Max Baumann, Edgar Korb und Günther Popeskul Mitglieder der Bischofsheimer Feuerwehr. Seit 50 Jahren mit dabei ist Hieronymus Löhrlein und seit 70 Jahren Heinrich Mai und Karl Markert.

Zur Jugendgruppe der Bischofsheimer Feuerwehr gehörten derzeit zwölf Jugendliche. Neben den regelmäßigen Übungsstunden nahm die Jugendfeuerwehr unter anderem bei einer Kanufahrt auf der Werra und am jährlichen Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr teil. Beim Zeltlagerpokal erreichten die jungen Wehrleute den zweiten Platz. Am Wissenstest nahmen die Jugendlichen ebenfalls teil. Derzeit wird geplant, das Deutsche Leistungsabzeichen und die Jugendflamme abzulegen.

Die Atemschutzgruppe besteht zurzeit aus 20 aktiven Atemschutzgeräteträgern. In der Atemschutzwerkstatt haben Christian Hoenen und Bernhard Kleinhenz rund 50 Stunden abgeleistet. Die Arbeiten beinhalten die Reinigung, Wartung und Reparatur der eigenen Atemschutzgeräte und die der Wehren aus Oberweisenbrunn und Wegfurt.

Im Dezember sind die Atemschutzgeräte aller drei Wehren auf den neuesten Stand umgerüstet worden, damit sind sie nun einheitlich. Im Ernstfall sei es nun einfacher für die Ortsteilwehren, mit Bischofsheim zusammen zu arbeiten. Die Atemschutzgruppe besuchte zweimal die Atemschutzstrecke in Bad Neustadt.

Vereinsvorsitzender Winfried Mai erinnerte in seinem Rückblick an die Aktivitäten im Rahmen der Geselligkeit und Gemeinschaft. Dazu gehörten diverse Festumzüge ebenso wie das Maibaumaufstellen auf dem Bischofsheimer Marktplatz, die Teilnahme am Florianstag und der Familientag am Rothsee. Am Feuerwehrhaus wurde ein Balkon angebaut, hier dankte Mai für die Eigenleistung.

Die Satzung der Feuerwehr Bischofsheim wurde aktualisiert, denn bisher konnten Neuaufnahmen erst ab dem 14. Lebensjahr erfolgen. Der neue Passus lautet nun, dass Neuaufnahmen nach den Vorgaben des Feuerwehrgesetzes möglich sind. Bisher standen dem Vereinsvorsitzenden 300 Mark zur Verfügung, die er ohne Vorstandschaftsbeschluss verwenden konnte, dies wurde auf 300 Euro abgeändert.

Dass bei der Jahreshauptversammlung der Bischofsheimer Feuerwehr die gesamte Kreis-Feuerwehrführung mit Kreisbrandrat Peter Bulheller, Kreisbrandinspektor Stefan Schmöger und Kreisbrandmeister Michael Omert anwesend war, zeige den hohen Stellenwert, den die Bischofsheimer Stützpunktwehr im Landkreis genieße, so Bürgermeister Udo Baumann. Er dankte Thomas Geis und Christian Hoenen für die Bereitschaft, die Führung der Bischofsheimer Wehr zu übernehmen, mit den beiden habe die Wehr eine kompetente Führungsspitze gewählt.

Für die Bischofsheimer Wehr werde ein neues Fahrzeug angeschafft. Da sich die Wehr auch mit einem gebrauchten zufrieden gebe, zeige den Sparwillen. Eine Wärmebildkamera stehe noch auf der Wunschliste, um Brandherde lokalisieren zu können. Leider werden die Kosten von 15.000 Euro vom Landkreis nicht bezuschusst, da es bereits in Bad Neustadt, Mellrichstadt und Bad Königshofen eine solche Kamera gebe. Die Stadt selbst werde nun die Investion vornehmen.

Außerdem bezuschusst die Stadt Bischofsheim die Führerscheine für die Feuerwehr mit einem Drittel, maximal 1.000 Euro. Voraussetzung ist ,dass der Führerscheinerwerber der Wehr zehn Jahre zur Verfügung steht.

 

Kommunikation zwischen Rettungskräften ganz wichtig

Geschrieben von Rhön- u. Saalepost am 06.10.2010

BISCHOFSHEIM. Am Montag fand im Rahmen einer Monatsübung der Feuerwehr Bischofsheim ein Workshop zur technischen Hilfeleistung statt. Den Übungsteilnehmern wurde als Aufgabe ein Fahrzeug mit eingeklemmter Person mit Lage auf der Fahrzeugseite geboten. Zusammen mit dem Rettungsdienst aus Bischofsheim wurden Einsatztaktiken und Vorgehensweisen erarbeitet. Die Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Einsatzkräften der Feuerwehr bei der patientengerechten Rettung stand hierbei im Vordergrund. Während der Übung am Fahrzeug wurde auch das Abstützsystem StabFast vorgestellt. Sebastian Finger und Sven Puchinger zeigten den Übungsteilnehmern Möglichkeiten ein Fahrzeug mit diesem System schnell und einfach zu stabilisieren. Ein Dank geht an die Teilnehmer des Bayerischen Roten Kreuzes in Bischofsheim für die Hilfe bei der Übungsgestaltung.

 

Leistungsprüfung erfolgreich abgelegt

Geschrieben von Rhön- u. Saalepost am 07.10.2010

BISCHOFSHEIM. Bereits zum zweiten Mal stellten sich am vergangenen Samstag 13 Feuerwehrleute der Feuerwehr Bischofsheim nach mehreren Übungen im Vorfeld der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“, in der Variante 3. Das besondere an dieser Variante der Leistungsprüfung ist der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern und der Aufbau eines Löschangriffes mit einem Großfahrzeug. Neben dem Löschangriff müssen die Teilnehmer der Leistungsprüfung Zusatzaufgaben, wie z.B. Erste-Hilfe Maßnahmen, Testfragen, Gerätekunde, Knoten und Stiche sowie den Aufbau einer Saugleitung durchführen. Kreisbrandmeister Michael Omert und der stellv. Kommandant der Bischofsheimer Feuerwehr, Christian Hoehnen, dankten den Teilnehmern der Leistungsprüfung und den Ausbildern für die gute Leistung.

Im Bild von links: KBM Michael Omert, Johannes Rott (Gold), Sebastian Finger (Gold-Blau), 2. Kdt. Christian Hoenen (Gold-Grün), Lukas Kessler (Silber), Florian Neumann (Bronze), Thomas Rauch (Gold-Grün), Florian Reitz (Gold-Rot), Thomas Finger (Silber), Christoph Finger (Gold-Blau), Sven Puchinger (Gold-Blau), Sebastian Neumann (Bronze), Sven Mölter (Gold), Maximilian Voll (Silber) und die Schiedsrichter Hans-Peter Schonder und Ulla Kleinhenz.

 

Gefahrenpunkte im Lebenshilfe-Wohnheim ermittelt

Geschrieben von M. Eckert am 03.11.2010

(me) Die Übung im Rahmen der Brandschutzwoche der Feuerwehren im Bischofsheimer Stadtgebiet fand heuer im Wohnheim der Lebenshilfe in Unterweisenbrunn statt. Angenommen wurde ein Brand, bei dem die Rettung von vier Personen durch den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern nötig wurde.

Alarmiert wurden die Wehren aus Bischofsheim, Oberweisenbrunn, Frankenheim, Haselbach, Wegfurt und natürlich aus Unterweisenbrunn, die mit insgesamt 70 Personen an der Einsatzübung teilnahmen. Geleitet wurde die Übung vom Unterweisenbrunner Kommandanten Steffen Räder. Von der Kreisfeuerwehrführung waren die Kreisbrandmeister Josef Freund und Michael Omert anwesend.

Nötig sei die Übung im Wohnheim der Lebenshilfe geworden, da ein Rettungsplan für das Gebäude erstellt werden sollte, erklärte Kommandant Räder. Gemeinsam mit der örtlichen Wehr und den Kreisbrandmeistern wurden die Gefahrenpunkte im Gebäude ermittelt und in einen Plan aufgenommen. Dieser umfasst für die Feuerwehr wichtige Informationen wie den Standort des Sicherungskastens und die Lage des Heizungsraumes sowie die Aufteilung im Haus selbst, vor allem die Lage der Schlafzimmer der Bewohner, um im Notfall schnell und effektiv Hilfe leisten zu können.

Kommandant Steffen Räder war mit dem Verlauf der Übung und der Leistungen der Wehrleute sehr zufrieden. Für die Bewohner des Wohnheims war die Übung natürlich sehr aufregend und das Gesprächsthema des Abends. Aus sicherer Entfernung beobachteten sie sehr interessiert die Aktivitäten der Feuerwehren.

– Mainpost –

 

Feuerwehrnachwuchs ist gut in Form

Geschrieben von M. Eckert am 04.11.2010

(me) Jugendliche der Feuerwehren aus Oberweisenbrunn, Bischofsheim und Schönau legten den Wissenstest mit Erfolg ab. Aus Oberweisenbrunn waren dabei: Kevin Back, Frank Eisenmann, Philipp Graumann und Jonas Schmitt (Stufe 1), Christoph Gundelach, Marcel Tönjan, Lukas Schrenk, Andre Leiber und Rene Reulbach (Stufe 2), Patrick Abert Stufe 3, Maximilian Enders, Jaqueline Enders, Toni Eisenmann, Alexander Eckert und Manuel Schrenk (Stufe 4). Aus Bischofsheim: Sebastian Puth, Joshuha Weber, Annabel Geis und Jakob Gotowka (Stufe 1), Marvin Hofmann, Larissa Hellmuth, Melissa Hofmann (Stufe 2) und Christoph Schmitt (Stufe 3). Aus Schönau: Michele Krückel und Julian Krückel (Stufe 1), Marcel Göbel, Patrick Johannes, Franziska Vey (Stufe 2), Stefan Rahn und Philipp Vey (Stufe 3) und Jessica Johannes (Stufe 4).

Kreisjugendwart Hans-Peter Schonder gratulierte den jungen Leuten zum bestandenen Test und dankte den einzelnen Jugendwarten für die gute Ausbildung. Für Oberweisenbrunn übernahm Patrick Traverso die Ausbildung und für Schönau Harald Gans, in Bischofsheim ist Schonder selbst Jugendwart.

– Mainpost –

 

BISCHOFSHEIM
Zwischen Tragödie und Komödie

Spannende Wahl des Feuerwehr-Vorsitzenden

  • Foto: Eckert

    Gewählt: Ulla Kleinhenz ist die neue Vorsitzende des Feuerwehrvereins Bischofsheim.

2 Bilder

(me) Die Neuwahl des Vorstands der Feuerwehr Bischofsheim glich einem Balanceakt, der auch hätte aus dem Ruder laufen können. Nachdem der bisherige Vorsitzende Winfried Mai nicht mehr zur Verfügung stand und den Raum mit der Begründung verließ, dass sich bei der Neuwahl niemand an seiner Person stören sollte, versuchte zunächst Kommandant Thomas Geis mögliche Kandidaten für den Vorsitz zu gewinnen. Ergebnislos.

Schließlich gelang es Bürgermeister Udo Baumann als Wahlleiter, das Prozedere in geordnetere Bahnen zu lenken. Zunächst war Baumann froh, dass nicht wieder ein Kommandant zur Wahl stand, sondern „nur“ der Vorsitzende. Doch aus diesem „nur“ wurde eine Prozedur, angesiedelt zwischen Tragik und Komik. Wahlvorschläge wurden viele gemacht und ebenso viele Absagen gab es. „Das macht keinen Sinn“, befand der Bürgermeister und war nahe dran aufzugeben und die Wahl zu vertagen. Dann erhob sich Herbert Lucht, der vorschlug ohne Kandidatenvorschlag wählen zu lassen. Wer die meisten Stimmen habe, sei der neue Vorsitzende – Nachdenkliches Köpfewiegen.

Albrecht Finger verwies auf die gängige Praxis in vielen Wehren, dass der Kommandant zugleich Vorsitzender des Feuerwehrvereins ist. Das sei für Bischofsheim auch ein Modell, zumindest übergangsweise für ein Jahr, um in dieser Zeit nach einem willigen Kandidaten zu suchen. Bürgermeister Baumann schien dieser Vorschlag praktikabel.

Kommandant Thomas Geis schien offensichtlich hin und hergerissen, zumal Ehefrau Barbara Geis laut kundtat, mit dieser Regelung nicht einverstanden zu sein und recht entschieden auftrat. Dennoch, die schriftliche Wahl, mit Thomas Geis als Kandidat, wurde in die Wege geleitet.

Gewählt und abgelehnt

Während des Wahlprozesses gab es konspirative Gespräche am Tisch des bisherigen Vorstands, die das Vorgehen entscheidend beeinflussen sollten. Als Baumann bekannt gab, dass Thomas Geis mit 40 Stimmen von 58 Wahlberechtigten zum Vorsitzenden gewählt wurde, nahm er die Wahl nicht an. Die Überraschung war groß.

Doch Geis konnte eine Alternative bieten. Während der Wahl hatte er noch einmal auf potenzielle Kandidaten eingewirkt, obwohl diese im Vorfeld schon abgelehnt hatten. Es gelang ihm offenbar, dass sich Ulla Kleinhenz doch bereit erklärte, als Vorsitzende zu kandidieren.

Ihre Bedingung lautete: „Aber nur wenn Sebastian Finger zweiter Vorsitzender wird.“ Finger nahm das Amt an, ebenso wie Ulla Kleinhenz, die mit 54 Stimmen gewählt wurde. Damit war die größte Hürde genommen. Die Kampfabstimmung um den Posten des Schriftführers verwunderte dann nicht mehr. Es gewann Silvia Finger mit deutlicher Mehrheit. Bei der Kassenführung gibt es keine Veränderung, die wird weiterhin von Jürgen Hilpert geführt. Kassenprüfer sind Herbert Lucht und Sven Mölter. Vertrauensleute für die aktive Mannschaft sind Christoph Finger und Maximilian Voll, für die passiven Karlheinz Zimmer.

 Pressebericht der Polizeiinspektion Bad Neustadt vom 02.01.2011
Brand in Bischofsheim gelegtBischofsheim a.d. Rhön, Lkrs. Rhön-Grabfeld. Am Freitag abend bemerkte eine Zeugin in Bischofsheim in einem leerstehenden Gebäude in der Kissinger Straße einen Brand, welche offensichtlich kurz zuvor gelegt wurde. Durch die schnelle Reaktion der Zeugin konnte allerdings ein größerer Schaden vermieden werden, da der Brand durch die Feuerwehr Bischofsheim schnell gelöscht werden konnte. In diesem Zusammenhang wird nach weiteren Zeugen gesucht. Sollte hier jemand verdächtige Beobachtungen gemacht haben, so möge er sich bitte mit der Polizeiinspektion Bad Neustadt unter der Telefonnummer 09771 / 6060 in Verbindung setzen.

BISCHOFSHEIM
Freude über neuen Sprinter Wärmebildkamera

Gute Übungsbeteiligung und 29 Einsätze im Jahr 2011

  • Foto: Marc Huter

    Ehrungen bei der Bischofsheim Wehr: Das Bild zeigt (vom links) Kommandant Thomas Geis, Rigobert Weyer (50 Jahre), Hanns Gernot Schonder (50 Jahre), Erich Friedel (60 Jahre), Lothar Mölter (60 Jahre), Norbert Gensler (40 Jahre), Hans Peter Schonder (25 Jahre), die Vorsitzende des Feuerwehrvereins Ulla Kleinhenz und Bürgermeister Udo Baumann.

Insgesamt 29 Einsätze, davon zwölf Brand- und sieben THL-Einsätze sowie zehn sonstige Einsätze, hatte die Feuerwehr Bischofsheim 2011 zu absolvieren. Wie Kommandant Thomas Geis bei der Hauptversammlung berichtete, sei die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Doch bei weniger Einsätzen müsse mehr geübt werden, machte er deutlich.

Geis berichtete von Einsätzen wie beim Hochwasser im Januar 2011, bei Verkehrsunfällen am Kreuzberg und an der B279 oder von einer Vermisstensuche, Er erinnerte an den Brand des Bauwagens in Wegfurt in der Silvesternacht, einen Zimmerbrand in Ginolfs oder eine Verpuffung im Sägewerk in Oberelsbach.

Auch gesellschaftlich zeigt sich die Feuerwehr Bischofsheim sehr engagiert. Wie die Feuerwehrvereinsvorsitzende Ulla Kleinhenz ausführte, ist die Wehr besonders aktiv beim Stadtfest, beim Maibaumfest oder Faschingsumzug. Kommandant Geis stellte fest, dass sich besonders die Jugend vorbildlich verhält. Insgesamt elf Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Hinzu kommen 70 aktive Floriansjünger und 43 Passive, berichtete Ulla Kleinhenz.

Je zur Hälfte vom Feuerwehrverein und der Stadt wurde ein neuer Feuerwehr-Sprinter finanziert, den die Feuerwehr bei der Partnerfeuerwehr in Heide aufgetrieben hat.

Bei den Übungen nahmen im Schnitt 18 Feuerwehrleute teil, blickte der Kommandant zurück. Bewährt habe sich nicht nur der Montag als Übungstag, sondern auch, dass die Übungen mittlerweile von verschiedenen Gruppen- oder Zugführer abgehalten werden. Insgesamt kommt die Feuerwehr Bischofsheim auf knapp 1000 Übungsstunden im Jahr 2011. „Das ist eine sehr gute Leistung“, so der Kommandant stolz.

Heuer wolle man vor allem mit den jungen Feuerwehrleuten an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Am 24. Juni soll ein Oldtimer-Treffen für den Landkreis in Bischofsheim veranstaltet werden.

Atemschutzwart Christian Hoenen berichtete ebenfalls von einem ereignisreichen Jahr. So erhielt die Feuerwehr von der Stadt eine neue Wärmebildkamera, mit der gleich eine Übung abgehalten wurde.

Als „eindrucksvolle Bilanz“ bezeichnete Bürgermeister Udo Baumann die Berichte von Kommandant und Vorsitzender. Der Einsatz der ehrenamtlichen Bischofsheimer Wehr sei eine „nicht zu bezahlende Leistung“. Kreisbrandmeister Michael Omert dankte der Wehr für ihr Engagement und stellte die Bedeutung der Übungen heraus: „Nur was man selber gemacht hat, kann man im Ernstfall einsetzen“.

Das Leistungsabzeichen THL neu, ging an Lukas Kessler (Bronze), Thomas Finger (Silber), Maximilian Voll (Gold), Sven Puchinger, Johannes Rott (Gold-Blau), Sebastian Finger, Sven Mölter, Florian Reitz (Gold-Grün) und Thomas Rauch (Gold-Rot). Aufgrund ihres Engagements, der Dienstzeit und ihrer Lehrgänge wurden Sebastian Neumann, Florian Neumann und Maximilian Hüttner zu Feuerwehrmännern befördert, Niklas Krenzer zum Oberfeuerwehrmann, Carolin Geis zur Oberfeuerwehrfrau, Johannes Rott zum Hauptfeuerwehrmann, Sebastian Finger zum Oberlöschmeister sowie Gerhard Mai und Christian Hoenen zu Hauptlöschmeistern.

Eine besondere Ehre war es für den Kommandanten, Feuerwehrleute für langjährigen Dienst auszuzeichnen. Für zehn Jahre Feuerwehrdienst wurde Carolin Geis ausgezeichnet, für 20 Jahre Christian Mai und Matthias Zimmer sowie für 30 Jahre Otmar Hüttner und Martin Gensler. Eine Ehrung auch von Seiten der Stadt Bischofsheim ging an Hans-Peter Schonder für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und Norbert Gensler für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst zuteil. Seit sage und schreibe 50 Jahren sind Hanns Gernot Schonder und Rigobert Weyer und seit 60 Jahren Herbert Fischer, Hellmut Finger, Erich Friedel und Lothar Mölter bei der Wehr aktiv.

BISCHOFSHEIM
Bischofsheimer Wehr wieder stark gefordert

Rückblicke auf zahlreiche Einsätze im vergangenen Jahr – Atemschutz wird immer wichtiger

  • Foto: Eckert

    Lange Jahre dabei: Bei der Feuerwehr Bischofsheim wurden aktive Wehrleute für ihre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das Bild zeigt (von links): Vorsitzende Ulla Kleinhenz, Walter Hohn, Erwin Hohn, Jürgen Enders und Kommandant Thomas Geis.

Das Jahr 2012 war für die Feuerwehr Bischofsheim ein ereignisreiches mit umfangreichen Einsätzen. Wie Kommandant Thomas Geis bei der Hauptversammlung berichtete wurden 780 Stunden bei 42 Einsätzen geleistet. Das seien zwar 15 Einsätze weniger als in 2011, dafür forderten die Einsätze den Feuerwehrdienstleistenden körperlich wie seelisch so einiges ab.

Das hob auch Bürgermeister Udo Baumann hervor, der der Bischofsheimer Feuerwehr seinen Respekt aussprach. Gerade die Einsätze mit Todesfällen fordern psychologisch gefestigte Feuerwehrleute. Lob hatte auch Kreisbrandrat Peter Bulheller für die Bischofsheimer Feuerwehr und dankte der Stadt, die die Feuerwehr so gut ausrüste.

Über „Einsatzmangel“ könne sich die Bischofsheimer Feuerwehr auch im neuen Jahr nicht beklagen, sagte Kommandant Geis. Beim Brandeinsatz dieser Tage in Bischofsheims Innenstadt habe sich wieder einmal gezeigt, wie notwendig eine gute Vorbereitung ist, um im Einsatzfall optimal helfen zu können. Vom letzten Sirenenton bis das erste Wasser aus dem Rohr kam, dauerte es nur sieben Minuten. „Das war sehr schnell und dadurch konnte der Schaden begrenzt werden“, lobte Geis.

Derzeit gehören zu Bischofsheims Feuerwehr 120 Mitglieder, davon 69 Aktive, 41 Passive und acht Jugendfeuerwehrler. 2012 gab es 24 Einsätze in Bereich technischer Hilfeleistung, elf Brandeinsätze, sechs freiwillige Hilfeleistungen und eine Fehlalarmierung, dabei waren vier Einsätze außerhalb des Gemeindebereichs. Die Alarmierung durch die Leitstelle in Schweinfurt funktioniere mittlerweile super, so Geis.

Damit die Feuerwehr Bischofsheim einsatzfähig bleibt, muss geübt werden. Im vergangenen Jahr fanden 16 Übungen mit 442 Stunden statt, wobei die Übungen der Atemschützer und Vorbereitungen für Leistungsabzeichen nicht mit berücksichtigt sind. Mit der Beteiligung war Kommandant Geis zufrieden, allerdings sei auffallend, dass immer die jeweils gleichen 15 bis 20 Personen anwesend waren.

Die Idee bei den Übungen die Ortsteilwehren einzubinden, werde immer mehr genutzt. Auch Bürgermeister Baumann lobte das Engagement der Feuerwehr Bischofsheim in Sachen Zusammenarbeit mit den Ortsteilwehren.

Eindringlich bat Geis die Atemschutzgeräteträger, die vorgeschriebenen Übungen mitzumachen. Gerade die beiden Wohnungsbrände in der Innenstadt hätten gezeigt, dass ohne Atemschutz keine Menschenleben gerettet werden können.

Die Gruppe besteht derzeit aus 18 Atemschutzgeräteträgern. Neu hinzu gekommen sind Maximilian Hüttner und Florian Neumann. Zweimal wurde die Atemschutzstrecke in Bad Neustadt besucht und es wurden Übungen unter Atemschutz abgehalten. Auch der Leiter der Atemschutzgruppe und stellvertretende Kommandant Christian Hoenen appellierte an die Mannschaft, sich den nötigen Untersuchungen und Fortbildungen zu unterziehen.

Die Neuwahlen des stellvertretenden Vorsitzenden und des Schriftführers konnten problemlos absolviert werden. Janina Mai wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Walter Hohn wird Schriftführer.

Neu in die Wehr aufgenommen wurde Manuel Wirsing, der künftig sowohl in der Frankenheimer Feuerwehr wie in der Bischofsheimer aktiv sein wird. Kommandant Geis betonte, dass dies durchaus sinnvoll und auch möglich sei, zumal Wirsing in Bischofsheim arbeitet und damit tagsüber bei Einsätzen zur Verfügung stehe. Geis warb um weitere Doppelmitgliedschaften, das sei eine Bereicherung für beide Wehren.

Für zehnjährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr wurden Thomas Finger und Lars Puchinger geehrt. Seit 30 Jahren sind Jürgen Enders, Erwin Hohn und Walter Hohn aktive Mitglieder der Bischofsheimer Feuerwehr. 40 Jahre ist Wolfgang Finger bei der Wehr mit dabei.

Die Vorsitzende des Feuerwehrvereins Ulla Kleinhenz erinnerte schließlich an die gesellschaftlichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Heuer sei Ende Juni anlässlich des 145-jährigen Bestehens der Feuerwehr Bischofsheim wieder ein Oldtimertreffen geplant.

Über die Aktivitäten der Jugendlichen informierte Jugendwart Hans-Peter Schonder, der den Posten nicht länger ausübt. Ein neuer Jugendwart müsse aber noch gefunden werden.

BISCHOFSHEIM
In Eigenleistung Mehrzweckfahrzeug restauriert

Jahreshauptversammlung der Bischofsheimer Feuerwehr

  • Foto: Marion Eckert

    Verdiente Feuerwehrkameraden: Das Bild zeigt von links Bürgermeister Udo Baumann, Helmut Lohbrandt, Karl-Heinz Zimmer, Dietmar Hohn, Stefan Kleinhenz, Oswald Kleinhenz, Alexander Mai, Roland Mai, Winfried Mai, Rudolf Hüttner, Kreisbrandinspektor Michael Omert und Kommandant Thomas Geis.

Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Bischofsheim, Christian Hoenen, wurde die Hauptversammlung und die Nachwahl mit Spannung erwartet. Neu in die Verantwortung wurde Ilona Reukauf gewählt, sie gehört seit 20 Jahren der Feuerwehr an und war stets fester Bestandteil der Damenwehr. Ihr technischer Beruf sei beste Voraussetzung auch ein Führungsamt in der Kommandantur der Feuerwehr zu übernehmen, freute sich Kommandant Thomas Geis über ihre Bereitschaft das Amt zu übernehmen. Nun stehen Geis gleich zwei Frauen zur Seite, Ilona Reukauf als stellvertretende Kommandantin und Ulla Kleinhenz als Vereinsvorsitzende. Zur Zeit gehören zur Feuerwehr Bischofsheim 111 Mitglieder, davon zwölf Jugendfeuerwehrler. Kommandant Geis blickte auf 37 Einsätze zurück, die 699 Arbeitsstunden erforderten. Es waren zwar fünf Einsätze weniger als im Vorjahr, doch die Art der Einsätze sei umfangreicher gewesen. Es habe sich gezeigt, dass bei Brandeinsätzen gute Vorbereitung notwendig sei, um optimale Hilfeleistung zu gewähren. Angeschafft wurde ein Mehrzweckfahrzeug (Sprinter), der in 420 Stunden restauriert und lackiert wurde. Durch Eigenleistung, Spenden und günstige Konditionen entstanden Kosten von nur 6000 Euro, die Feuerwehr übernahm 2500 Euro. Ein vergleichbares Fahrzeug, ohne das Engagement der Feuerwehr hätte Bischofsheim gut 50 000 Euro kostet, ist sich Geis sicher. Bürgermeister Udo Baumann wusste das Engagement der Wehr zu schätzen und dankte ausdrücklich. Die ehrenamtlich geleisteten Gesamtstunden beliefen 2013 auf über 1000. 19 Mal wurde die Feuerwehr zu Technischer Hilfeleistung gerufen, elf Mal zu Brandeinsätzen. Vier Einsätze waren außerhalb Bischofsheims. Bei allen Einsätzen und Übungsfahrten wurden 6281 Kilometer zurückgelegt. Ein Dankeschön ging an die Bischofsheimer, die bei Einsätzen tagsüber ihre Mitarbeiter freistellen, damit genügend Einsatzkräfte für die Feuerwehr zur Verfügung stehen.

Über die Aktivitäten der Jugend berichtete Jugendwart Christian Hoenen, der diese Aufgabe im Herbst von Hans Peter Schonder übernommen hatte. „Es ist wichtig, dass wir eine Jugendwehr haben, der Nachwuchs ist der wichtigste Bereich der Feuerwehr.“ Es wurde an einem Zeltlager teilgenommen und der Wissenstest absolviert, beide Aktivitäten stehen heuer wieder an. Außerdem soll ein 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag mit den Jugendfeuerwehren aus Oberweißenbrunn und Wegfurt besucht werden. Des Weiteren plant Hoenen den Besuch der Sommerrodelbahn auf der Wasserkuppe, eine Stadtrallye aber auch das Leistungsabzeichen Jugendflamme und eventuell die Teilnahme am Ferienprogramm der Stadt. Nachwuchswerbung soll das Jahr ganz entscheidend prägen.

Christian Hoenen leitet auch den Atemschutz in Bischofsheim, zu dem 17 Atemschutzgeräteträger gehören. Er bedauerte, dass im vorigen Jahr kein neuer Atemschutzgeräteträger dazugekommen sei. Die Atemschutzgruppe werde immer kleiner. „Vielen ist noch nicht klar, dass es bei Brandeinsätzen ohne Atemschutz nicht mehr geht.“ Die Feuerwehr sei auf Atemschutzgeräteträger angewiesen. Hoenen startete einen Aufruf an alle, die die Fähigkeit zum Atemschutzgeräteträger haben, sich dem nicht zu verschließen, die Ausbildung zu absolvieren und die Gruppe zu verstärken. Bei sechs Brandeinsätzen wurden im vergangenen Jahr Atemschutzgeräteträger benötigt. Dank ging an Bernhard Kleinhenz, der in der Atemschutzwerkstatt für die Funktionstüchtigkeit der Geräte der Bischofsheimer Wehr und die der Ortsteile sorgt. Für dieses Jahr sind Termine im Brandübungscontainer und der Atemschutzstrecke in Bad Neustadt sowie ein Fortbildungslehrgang und Atemschutzlehrgang vorgesehen.

BISCHOFSHEIM
Gemeinsame Feuerwehrübung

Fiktiver Wohnhausbrand

  • Foto: Marion Eckert

    Gemeinsam erfolgreich: Die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet von Bischofsheim in der Innenstadt.

. In der Bischofsheimer Innenstadt haben die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet eine gemeinsame Jahresabschlussübung abgehalten. Angenommen wurde ein Wohnhausbrand mit sechs verletzten Personen, die von den Atemschutzgeräteträgern gerettet werden mussten.

An der Übung, die von Bischofsheims Kommandant Thomas Geis geleitet wurde, nahmen die Wehren aus Bischofsheim, Oberweißenbrunn, Frankenheim, Haselbach, Unterweißenbrunn und Wegfurt mit rund 80 Feuerwehr-Dienstleistenden teil. Einsatzleiter Geis zeigte sich mit der Übung sehr zufrieden. „Es ist wichtig, dass wir in Bischofsheims Innenstadt den Ernstfall üben. Die räumliche Enge macht die Situation nicht leicht“. So standen bei der Jahresabschlussübung gleich mehrere Punkte im Vordergrund. Neben dem Einsatz der Atemschutzträger ging es auch um die Überprüfung der Wasserversorgung. Unter dem Marktplatz ist eine Zisterne, die für die Brandversorgung zur Verfügung steht. „Es funktionierte alles hervorragend. Wichtig war, dass die Ortsteilwehren die Wasserentnahme aus der Zisterne kennenlernen“, sagte Geis.

Überhaupt war es ihm wichtig, dass die Wehren aus den Bischofsheimer Stadtteilen die Besonderheiten in Bischofsheims Innenstadt kennen lernen, um im Ernstfall schnell und effektiv einsatzbereit zu sein. Beobachtet wurde die Übung von den beiden Kreisbrandmeistern Bernd Abert (Oberweißenbrunn) und Josef Freund (Windshausen). Auch Bürgermeister Udo Baumann schaute vorbei, um sich ein Bild von der Situation zu machen und dankte den Feuerwehrdienstleistern für ihre Bereitschaft und ihr Engagement. Mit einer zünftigen Brotzeit, die die Stadt spendierte, wurde die Übung in gemütlichen Runde beendet.

OBERELSBACH
Wissenstest: Fit im Umgang mit Schläuchen

  • Foto: Marc Huter

    Wissenstest erfolgreich abgelegt: Das Bild zeigt die erfolgreichen Feuerwehranwärter aus Oberelsbach, Weisbach, Sondernau, Bischofsheim, Oberweißenbrunn, Wegfurt und Schönau mit Kreisjugendwart Hans-Peter Schonder (rechts).

Der Umgang mit Schläuchen, Armaturen und Leinen gehört zu den Grundtätigkeiten eines Feuerwehrdienstleistenden im Brandeinsatz. Erste Lernerfolge in dieser Materie können die Jugendlichen bereits zu Beginn ihrer Feuerwehrausbildung erreichen.

Anlass genug, dies zum Schwerpunkt des diesjährigen Wissenstests für die Feuerwehr-Jugendgruppen zu machen. Gemeinsam wurde in Oberelsbach der Wissenstest für die Jugendfeuerwehren durchgeführt, woran die Jugendfeuerwehren aus Oberelsbach, Weisbach, Sondernau, Bischofsheim, Oberweißenbrunn, Wegfurt und Schönau teilnahmen.

Während der Vorbereitung für den Wissenstest lernten die Teilnehmer anhand von Einsatzbeispielen die Namen der Geräte und deren Funktion im Einsatz kennen und hatten die Möglichkeit, einfache Tätigkeiten im Umgang mit Schläuchen und Armaturen zu üben. Die Feuerwehranwärter mussten einzelne Schläuche und Armaturen beim Namen nennen können und wissen, welche Funktion diese beim Einsatz in der Wasserförderung erfüllen.

In den Übungen in den jeweiligen Feuerwehren lernten die Jugendlichen das Notwendige, um beim Wissenstest Erfolg zu haben. Kreisjugendwart Hans-Peter Schonder, der die Abnahme in Oberelsbach durchführte, zeigte sich sehr stolz, dass alle Teilnehmer den Wissenstest mit Bravour bestanden.

Der Wissenstest wurde erfolgreich abgelegt von den Jugendfeuerwehrdienstleistenden: Luca Omert, Hannes Kaufmann, Yannick Schnellhardt, Niklas Sandmann, Jan Müller, Patrick Oesterreich und Jonas Voll (alle Feuerwehr Oberelsbach), Lorena Keidel Janik Weikard, Fabian Büttner, Niklas Horbelt, Moritz Tratt, Simon Kleinhenz, Hannes Weikard, Fabian Michael, Lea Rockenzahn, Marcel Söder (alle Feuerwehr Wegfurt), Levin Vorndran, Christian Kleinhenz (beide Feuerwehr Sondernau), Jonas Hergenhan, Maximilian Scherer, Mona Reulbach, Vanessa Erb, Luisa Kleinhenz, Juliane Kleinhenz, Stefan Wolf, Lukas Menninger, Kilian Hartmann (alle Feuerwehr Weisbach), Marcel Büttner, Robin Eisenmann, Laura Kemmerzell, Tom Abert, Tim Schleicher, Manuel Kemmerzell, Lorenz Reinhart, Simon Reinhart, Lukas Vorndran, Kilian Geis, Kevin Schleicher, Frank Eisenmann, Levin Kleinhenz, Janina Büttner, Celina Schaupp, Katja Plendl, Tobias Back (alle Feuerwehr Oberweißenbrunn) sowie von der Feuerwehr Bischofsheim Thomas Kleinhenz, Leon Ullrich, Lukas Holzheimer, Jonas Heiler, Maximilian Richter, Laura Holzheimer, Bastian Kleinhenz, Marvin Hofmann.

BISCHOFSHEIM
Amtsmüde wegen zu wenig Rückhalt

Ulla Kleinhenz, Vorsitzende des Feuerwehrvereins Bischofsheim, übt Kritik

Zur Feuerwehr Bischofsheim gehören zurzeit 105 Mitglieder, davon 52 aktive und zwölf Jugendfeuerwehrler. Von den Damen der Wehr, die noch aktiv Dienst leisten, seien noch fünf übrig geblieben, erläuterte die Vorsitzende des Feuerwehrvereins Bischofsheim, Ulla Kleinhenz, bei der Dienstversammlung der Bischofsheimer Feuerwehr (wir berichteten).

Auch wenn das Jahr 2014 ruhiger war als das Vorjahr, habe es doch auch wieder einige Angebote gegeben, um das Vereinsleben am Leben zu erhalten. So erinnerte Kleinhenz an den Florianstag auf der Gemündener Hütte und den Familientag am Rothsee. Beim Bischofsheimer Stadtfest betreut die Wehr gemeinsam mit den Feuerwehren aus Oberweißenbrunn, Wegfurt und Haselbach den Bierstand. Das Jahr endete mit einem Spanferkelessen in der Adventszeit.

Schämen für die Feuerwehr

Ulla Kleinhenz hatte auch einige ernste Worte zu sprechen. So erinnert sie an die Fronleichnamsprozession, bei der die Feuerwehr lediglich mit sieben Personen vertreten war. „Ich schäme mich heute noch für unsere Feuerwehr. Leider ist es wohl so, dass Einsätze wohl cooler sind als Tradition.“ Der Nachwuchs habe fast gar keinen Bezug mehr dazu, aber auch das „Mittelalter“ lasse sich kaum noch sehen.

„Obwohl doch die meisten von uns katholisch sind. Da frage ich mich, wie sieht das in ein paar Jahren aus?“ Es sei sehr schade, wenn die Feuerwehr sich an solchen Traditionen nicht mehr beteiligen würde. In Tann sei die Bischofsheimer Feuerwehr mit nur einem Mann vertreten gewesen. „Infozettel, E-Mail, SMS – was wollt ihr denn noch? Ich verstehe es manchmal nicht und wirklich, so macht der Posten schon lange keinen Spaß mehr.“

Falls sich in der Versammlung jemand finde, der den Posten des Vorsitzenden übernehmen möchte, sei sie gerne bereit ihr Amt sofort niederzulegen. „Denn oft zweifele ich an mir, ob ich es einigen überhaupt Recht mache, weil wir von euch so oft sehr wenig Unterstützung haben.“ Ausdrücklich dankte sie allen, die sie unterstützen und die zu ihr stehen. Sie bat alle, sich über die Zukunft des Feuerwehrvereins Gedanken zu machen.

Für 2015 stehen schon einige Termine fest, wie das Fackelfeuer, die Maibaumausstellung, ein Ausflug nach Wolfsburg, der Florianstag, Festzüge in Sandberg und Unterweißenbrunn, das Stadtfest und die Fahrzeugsegnung in Oberweißenbrunn.

Eckert, Marion 

BISCHOFSHEIM
Auch bei Kälte und Schneetreiben geübt

Bilanz der Feuerwehr Bischofsheim im Rahmen der Hauptversammlung

  • Foto: Eckert

    Ehrungen bei der Bischofsheimer Wehr: Das Bild zeigt (von links): Georg Seiffert (stellvertretender Bürgermeister), Ilona Reukauf (stellvertretende Kommandantin), Marco Zimmer, Herbert Lucht, Helmut Lindner, Gerhard Mai, Vorsitzende Ulla Kleinhenz und Kommandant Thomas Geis.

2014 hatte die Feuerwehr Bischofsheim 38 Einsätze, bei denen 533 Arbeitsstunden geleistet wurden. Auch wenn es acht Einsätze weniger als im Vorjahr waren, waren die Einsätze doch umfangreicher, so Kommandant Thomas Geis in seinem Jahresrückblick bei der Hauptversammlung der Wehr. Darunter waren 13 Technische Hilfeleistungen, zehn Brandeinsätze, 13 freiwillige Hilfeleistungen und zwei Fehlalarme.

Fünf Einsätze davon waren außerhalb von Bischofsheim. Zu den schweren Einsätzen zählte die Bergung einer eingeklemmten Personen aus einem Bagger in Oberwildflecken. Es sei eine Herausforderung gewesen, da der Bagger verschüttet war und die Person nur schwierig geborgen werden konnte.

Von einer guten Übungsbeteiligung sprach Geis. Vielseitigkeit und gute Vorbereitung der Übungen seien wichtig, um im Einsatzfall optimal Hilfeleistung gewähren zu können. Geis erinnerte an eine Übung, die bei Schneetreiben und klirrender Kälte stattfand. „Wir zeigten, was echte Feuerwehrmänner aus der Rhön in einer dreistündigen Übung leisten können.“

Ein Dank ging für die Übungsvorbereitung an die stellvertretende Kommandantin Ilona Reukauf, Christian Hoenen und Thomas Finger. Ein besonderes Gedenken wurde für den in diesen Tagen verstorbenen, ehemaligen Kommandant der Feuerwehr Bischofsheim, Karl Hergenröther gehalten.

Neu in die Jugendwehr aufgenommen wurden Jonas Heiler und Thomas Kleinhenz. In die Aktive Wehr wurden Marvin Hofmann und Christoph Schmitt übernommen. Ehrungen wurden für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst an Maximilian Voll, Maximilian Hüttner und Sebastian Neumann ausgesprochen. Für 20 Jahre wurden Christian Hoenen und Florian Reitz geehrt, für 25 Jahre Marco Zimmer und Gerhard Mai, für 30 Jahre Fritz Voll, für 40 Jahre Rudolf Reitz und Frank Dickas (passiv), für 50 Jahre Herbert Lucht und Helmut Linder, für 60 Jahre Karl Enders.

Atemschutzgerätewart Christian Hoenen berichtete über die beiden Einsätze und Übungen der 18 Atemschutzgeräteträger. Im Einsatz waren sie bei einem Gebäudebrand in Langenleiten und einem Garagenbrand in Schmalwasser. Bei anderen Brandeinsätzen, zu denen die Bischofsheimer Feuerwehr gerufen wurde, waren die Atemschutzgeräteträger nur in Bereitstellung.

Geübt wurde die Brandbekämpfung im Rhönhäuschen mit Personenrettung, im Brandcontainer in Bad Neustadt, bei einer Schauübung in Wüstensachsen. Außerdem fand ein Atemschutzworkshop in Unterelsbach und eine Übung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche in Bischofsheim statt, bei der alle Wehren aus den Ortsteilen mit dabei waren. Ein Dank ging an Bernhard Eisenmann, der die Wartung und Pflege der Geräte in vielen ehrenamtlichen Stunden übernommen hat.

Die Jugend macht mit

Hoenen berichtete auch über die Aktivitäten der Jugend, zu der im Moment sieben Jungen und drei Mädchen gehören. Berichtet wurde über die Teilnahme am Zeltlager in Sulzfeld, den Action Day in Sand am Main, das Ferienprogramm in Bischofsheim und den Berufsfeuerwehrtag gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Wegfurt und Oberweißenbrunn. Außerdem wurde der Wissenstest absolviert. Stellvertretender Bürgermeister Georg Seiffert stellte das Ehrenamt in den Vordergrund seiner Dankesworte an die Wehr. Rund um Uhr einsatzbereit zu sein, sei keine Selbstverständlichkeit. Schwere Einsätze belasten und lassen sich nicht einfach so abschütteln, da helfe die Gemeinschaft und der Zusammenhalt untereinander über manch harten Einsatz hinweg. Seiffert regte an, die Nachwuchswerbung auf eine breite Basis zu stellen und gemeinsam mit den Wehren aus den Ortsteilen besondere Anreize für die Jugend zu schaffen.

Von Seiten der Kreisfeuerwehrführung sprach Kreisbrandmeister Bernd Abert seinen Dank aus und verwies ebenso wie Seiffert auf die hohe Bedeutung von Übungen und Fortbildungen.

-> Weiterer Bericht folgt
Eckert, Marion